Maleware-Alarm auf Online-Blog-Service Blogger.com

Eine Analyse von StopBadware (http://www.stopbadware.org/) hat vor kurzem ergeben, dass vor allem der kostenslose Blog-Service von Google Blogger.com mit Maleware infiziert ist.
Dies bedeutet, dass durch diese Blogs entweder auf weitere Maleware Webseiten verwiesen wird oder die Blogger.com Webseiten selber Maleware verteilen. Derzeit wird von über 4.200 infizierten Blogs gesprochen. Google will diese Webseiten natürlich so schnell wie möglich sperren, sodass es nicht noch zu größerem Schaden kommt. Des weiteren ging aus der Analyse hervor, dass im Mai diesen Jahres insgesamt über 200.000 Webseiten weltweit von Maleware betroffen waren. Die Hälfte der Webseiten stammt allein aus China. Gefolgt von den Vereinigten Staaten, aus denen gut 21% aller betroffenen Webseiten gemeldet wurden.

Der Google Service Google Blogger.com ist international und in verschiedenen Sprachen ausgelegt, sodass sich hier böswillige Nutzer aus aller Welt anmelden und ihre Maleware verteilen können. Die Anmeldung läuft schnell und einfach ab. Auch ein Blog ist in wenigen Minuten eingerichtet.

Für den jeweils infizierten Maleware-Blog brauchen die Angreifer nicht mal sonderlich zu werben: Auf der Blogger.com Startseite werden ständig über einen Ticker die Namen von Blogs eingeblendet, die zu dieser Zeit gerade aktualisiert werden. Ein Klick auf den Namen genügt und schon wird man auf den Blog weitergeleitet.
Auch wenn man einen anderen Google Blogger.com-Blog ansieht, wird meist am Seitenanfang eine Blogger.com-Leiste eingeblendet, mit der man die jeweilige Webseite durchsuchen oder einfach zum nächsten Blog springen kann. Neugierige Leser kennen meist nicht mal die Internetadresse des infizierten Blogs, sondern geraten eher aus Zufall dorthin.

Außerdem scheint der Versand eines Google Blogger.com-Links per Email beim Empfänger Vertrauen zu wecken, denn wer denkt schon daran, dass hinter einem Service, wie dem von Google, eine Maleware-Attacke lauern kann.

Die Internetagentur München warnt Sie daher: Trauen Sie keinen Emails von unbekannten Absendern. Seien Sie ebenfalls vorsichtig beim Ausfüllen von Online-Formularen auf fremden Webseiten, dem Anklicken von externen Links, sowie dem Runterladen von Dateien im Internet. Die Gefahren lauern leider überall.