Webdesign für Silver Surfer

Seniorengerechtes Webdesign

Oft mag man meinen, dass sich für das Internet vor allem die Jugend interessiert. Doch wer das denkt, irrt. Auch zunehmend ältere Menschen entdecken das WWW und seine Vorzüge für sich.

Hier fassen wir einmal zusammen, was bei der Gestaltung Ihrer Webseite zu beachten ist, um auch den Silver Surfern einen angenehmen Aufenthalt zu garantieren.

Kleine Schriftgrößen vermeiden

Wie schon bereits in meinem Bericht über die Benutzerfreundlichkeit von Webseiten (Barrierefrei) erwähnt, gilt es auch hier zu kleine Schriftarten zu vermeiden. Wer nicht oft am Computer arbeitet, gewöhnt sich nur langsam an die verschiedenen Schriftarten und deren Größen. Vergessen Sie nicht, dass gerade ältere User evtl. eine Sehhilfe tragen und das Lesen von kleinen Schriften sehr anstrengend ist.

PopUps und die Internet-Fremdsprache

Menschen, die sich mit dem Computer und dem Internet noch nicht so gut auskennen, sind mit unbekannten Aktionen, wie PopUps, schnell zu verunsichern. Auch plötzlich auftauchende Meldungen, dass gewisse Plugins benötigt werden, um die Webseite korrekt darzustellen etc., mag den Silver Surfern erst einmal spanisch vorkommen.
Für einige ältere Nutzer mag es schwer sein, sich in einem Dschungel von Begriffen, wie Plugins, Update, Sitemap oder Browser, zurecht zu finden. Dem Webdesigner selbst und dem jüngeren Publikum scheinen diese Begriffe weitestgehend geläufig zu sein.
Richten Sie daher für Ihre Silver Surfer eine Hilfe-Seite ein, die in der Navigation schnell und einfach zu erkennen ist. Hier können Sie nun englische oder Fachbegriffe aus der Internetsprache erklären. Achten Sie aber auch hier darauf, die Erklärung einfach und verständlich zu halten. Wenn Sie selbst sich mit einem Ihnen völlig unbekannten Thema auseinander setzen, nützt es Ihnen auch nicht viel, wenn Sie gleich mit Fachausdrücken bombardiert werden.

Werbebanner und externe Links

In manchen Fällen ist schwer zu unterscheiden, ob es sich bei einem Link, einer Grafik oder einem Banner, um eine Werbung handelt oder ob dies nun noch zur eigentlichen Homepage gehört. Auf Werbefenster, die sich über den Content Ihrer Webseite legen oder deren Schließen-Button man vergeblich sucht, sollte möglichst verzichtet werden.
Stellen Sie sich vor, der Silver Surfer klickt einen solchen Banner o. ä. an und findet sich nun auf einer ganz anderen Homepage wieder. Da ist erst einmal Verwirrung vorprogrammiert.
Weisen Sie darauf hin, dass der Besucher beim Anklicken von externen Links nun Ihre Seite verlässt. Ältere Menschen finden unter Umständen von einem externen Link gar nicht auf Ihre Webseite zurück.

Die Navigation

So genannte Aufklappmenüs oder auch animierte Navigationen sind für manch älteren User ein großes Hindernis. Allein die Führung der Maus mag für Silver Surfer oft noch schwierig sein, wenn sie noch zu den Frischlingen am Computer zählen. Das Anklicken der einzelnen Links in der Navigation stellt sich so schnell als große Herausforderung heraus.
Bei der Erstellung Ihrer Homepage sollten Sie also ebenso darauf achten, dass Sie nicht zu kleine Buttons einbauen, da diese evtl. gar nicht erst gesehen werden könnten. Das gleiche gilt für animierte Icons, deren Zweck nicht erkannt wird.

Flexibles Design

Einen klaren Vorteil verschaffen Sie sich, wenn Sie Ihre Webseite so flexibel programmieren und gestalten, dass sie sich an die Benutzereinstellungen der einzelnen User, wie z.B. der Bildschirmauflösung, anpassen.
Viele ältere Surfer richten sich Ihre Bildschirmauflösung extra etwas niedriger ein. So erscheinen Schriften viel größer und sind für den User unter Umständen angenehmer zu lesen. Der Nachteil daran ist aber, dass viele Webseiten so groß dargestellt werden, dass die Silver Surfer nur noch damit beschäftigt sind, die Scrollbalken zu treffen und zu benutzen.
Kommen Sie so auch der älteren Generation von Internetusern entgegen und verpassen Sie Ihrer Webseite ein anpassungsfähiges (Barrierefrei) Layout.