Google Health – Nachschlagewerk

Die Online-Krankenakte: Google Health

Nach ersten Informationen vor einigen Monaten wurde erst angenommen, Google Health solle eine Art Nachschlagewerk über verschiedenste Krankheiten werden. Doch dies ist nun doch nicht der Fall.

Um Ärzten Ihre Arbeit zu erleichtern, brauchen sie dank Google Health nicht mehr bei ihren mitbehandelnden Kollegen die Krankenakten Ihrer Patienten anfordern und auf Post warten. Stattdessen soll für jeden Patienten nun eine Online-Akte angefertigt werden. So haben die einzelnen Ärzte sofort Zugriff auf die Patientendaten und können ggfs. mit mitbehandelnden Ärzten schneller Kontakt aufnehmen oder deren Behandlungsmethoden, Diagnosen und verordnete Medikamente bei ihren Untersuchungen berücksichtigen.

Um Einblick in die jeweiligen Akten zu bekommen, muss der Patient seinen Arzt über seinen Account freischalten.

Als Vorteile dieser bislang noch umstrittenen Neuheit wird u.a. schnellere Handlungsfähigkeit bei Notfällen oder Unfällen genannt, da den Ärzten und Krankenhäusern so in wenigen Sekunden alle wichtigen Daten und die Krankengeschichte des Patienten vorliegen. Vereinfacht sollen hierdurch auch Überweisungen an Spezialisten oder die Rezepteinlösung in der Apotheke werden.

In den USA ist Google Health bereits online und wird von diversen Kliniken genutzt. Auch Deutschland fordert ein derartiges System, in Verbindung mit der bereits geplanten Gesundheitskarte.

Doch nicht nur Datenschützer sind von dieser Idee wenig begeistert. Was passiert mit Patientendaten, die durch Hacker oder bestochene Ärzte in falsche Hände geraten? Neben Versicherungsfirmen, die über diese Informationen Ausfallrisiken u.ä. kalkulieren könnten, wären die vertraulichen Daten sicherlich auch für Pharmaunternehmen zur Auswertung nicht uninteressant.

Weitere Infos und Screenshots der digitalen Krankenakte gibt es auf dem Google Health Blog: