Teil 2: Ortsunabhängiges Arbeiten, digitale Nomaden und Homeoffice

Hardware-Gadgets fürs ortsunabhängige Arbeiten und auf Reisen

Wie versprochen, wollen wir uns heute mal die Vor- und Nachteile des ortsunabhängigen Arbeitens anschauen. Fangen wir mit den Vorteilen an:

Freiheit und persönliche Entfaltungsmöglichkeiten im Traumjob

Den ersten Gedanken, den wahrscheinlich jeder zu diesem Thema hat, ist die Freiheit und Ungezwungenheit bei der Arbeit. Man hat keinen Chef im Nacken sitzen, der einen stresst. Man muss in keinem miefigen Büro sitzen und dort 9 oder mehr Stunden ausharren. Der Arbeitsweg wird eingespart und man kann währenddessen schon längst die ersten Aufgaben erledigen. Man kann sein Arbeitsleben seinem persönlichen Biorhythmus anpassen, aufstehen und zu der Tageszeit arbeiten, zu der man in Topform und besonders kreativ ist. Viele Freelancer kommen abends erst so richtig in Arbeitslaune, vor allem weil es dann ruhig ist und sie keine dauernden Unterbrechungen durchs Telefon etc. fürchten müssen. Bei den Frühaufstehern ist es ähnlich, und während der normale Angestellte im Büro ankommt, hat der Frühaufsteher schon die Halbzeit seines Arbeitstags erreicht.

Natürlich hat man auch die Freiheit, sich seinen Arbeitsort auszusuchen. Ob dies nun Zuhause, im Park, einem Café oder gar im Ausland ist, liegt an einem selbst. Es gibt auch Freelancer, die nicht dauerhaft im Ausland arbeiten, sondern beispielsweise nur vor dem nasskalten deutschen Winter flüchten.

Die größte Motivation ist natürlich, seinen Traumjob ausüben zu können. Wer würde nicht gerne als Selbständiger oder Freelancer sein Hobby zum Beruf machen?! Dazu muss aber erst einmal die Frage beantwortet werden, ob dies als Ein-Mann-Business überhaupt möglich ist. Und wenn es um die Ortsunabhängigkeit geht, sollte man überlegen, ob man seinen Job von überall aus und online erledigen kann.

Jede Art von selbständigen Arbeiten, ob nun im Home-Office oder auf Reisen, bringt auch Nachteile mit sich:

Motivation, Disziplin und das liebe Geld…

Oft scheitert es an der notwendigen Disziplin, Motivation oder einem geregelten Tagesablauf. Nicht alles lässt sich unbedingt immer auf später oder morgen verschieben. Man muss also immer seine Termine und Deadlines vor Augen haben.

Auch die Konzentration kann in den eigenen vier Wänden oder unterwegs schnell nachlassen. Im Home-Office lässt man sich gerne schon einmal von Familie oder Freunden ablenken, verbringt zu viel Zeit im Internet, wird durch TV oder Radio auf andere Gedanken gebracht etc.

Wer gerne auf Reisen ist und fremde Länder entdecken will, möchte sich nach Ankunft wahrscheinlich erst einmal die Umgebung ansehen. Bei gutem Wetter möchte man den Arbeitsplatz wohl lieber an den Strand verlegen. Aber ist das so bequem? Kann man da konzentriert arbeiten?

Und dann hätten wir noch das Thema Geld: Wer auf selbständiger Basis arbeitet, egal ob nun ortsunabhängig oder nicht, muss sich darauf einstellen, kein festes monatliches Einkommen zu haben. Je nach Auftragslage (und in manchen Berufen spielt auch die Jahreszeit eine Rolle) verdient man mal mehr und auch mal weniger. Daher ist es wichtig, sich ein sicheres Grundeinkommen zu erarbeiten. Davon wird dann Miete, Strom, Telefon- und Internetanschluss, Versicherungen und evtl. auch die Reisekosten gezahlt.

Ihr müsst euch also etwas überlegen, womit ihr monatlich und mit möglichst wenig Aufwand einen festen Betrag einnehmen könnt. Wie schon gestern erwähnt, gestaltet sich das für Webworker wahrscheinlich etwas einfacher. Man muss aber auch schauen, dass man mit seiner Idee nicht in der Masse untergeht. Ein gut besuchter Blog oder eine Webseite zu einem beliebten Thema kann, bei richtiger Einbindung von Werbung, Affiliate-Links oder einem Online-Kurs, schon ganz gute Einnahmen bringen. Auch kann man auf der eigenen Homepage Werbeplätze anbieten oder gesponserte Blogposts schreiben. Eine weitere Möglichkeit ein passives Einkommen zu erzielen, wäre, seine Fotos auf Stockfoto-Portalen online zu verkaufen.

Achtet aber darauf, dass sich diese Arbeit weitestgehend automatisieren lässt und ihr täglich nicht zu viel Zeit investieren müsst, um euer Grundeinkommen zu verdienen.

Es dauert allerdings eine Zeit lang, bis der Stein ins Rollen kommt, und diese Maßnahmen auch wirklich genug Geld für ein passives Grundeinkommen abzuwerfen. Wenn möglich, sollte dies also schon vor dem Schritt in die Selbständigkeit angekurbelt werden.

Digitale Nomaden haben da durch ihren gelebten Minimalismus einen entscheidenden Vorteil: Sie verzichten bewusst auf unnötigen Luxus und somit Ballast. Und ist der digitale Nomade sogar zusätzlich noch gerne auf Reisen, besitzt er oft nur das, was in sein Gepäck passt. Hohe Grundkosten, wie die Miete für die eigene Wohnung, Auto plus Unterhaltskosten etc., fallen also schon einmal weg.

Jedoch ist nicht jeder für das Nomadenleben geschaffen und möchte seinen festen Wohnsitz gar nicht aufgeben. Dann wäre es günstig, vor dem Schritt in die Selbständigkeit eine Art Notgroschen anzusparen, um einkommensschwache Zeiten trotzdem gut überstehen zu können.

Außerdem sollte man sich als Solopreneur  oder Einzelunternehmer darüber im Klaren sein, ob man gut alleine arbeiten kann. Fehlt euch der Austausch mit Kollegen, Hilfestellung bei Problemen oder sogar ein Partner, der euch bei Engpässen unterstützt, solltet ihr euch gut überlegen, ob diese Art von Arbeit euch wirklich glücklich machen kann. Vor allem, wenn man zusätzlich noch in einem fremden Land arbeitet.

Überstürzt es also nicht und kündigt nicht gleich morgen eure Festanstellung. Der Schritt in die Selbständigkeit, Ortsunabhängigkeit oder das digitale Nomadenleben sollte gut durchdacht sein.

Im nächsten Artikel möchten wir euch gerne über ein paar nützliche Tools informieren, die das selbständige und ortsunabhängige Arbeiten erleichtern können 😉