Der größten Spamschleuder den Internetzugang gesperrt.

Aktueller Spam-Einbruch

Vielleicht haben einige Leser schon bemerkt, dass sie die letzten Tage deutlich weniger Spam erhalten haben, als gewöhnlich.

Der Grund dafür ist folgender:

Einem der größten Spam-Verteiler namens McColo wurde nun das Handwerk gelegt.
Nach außen hin wirkte das Unternehmen immer als recht seriöser Webhoster, besaß jedoch diverse „kugelsichere“ Server, welche über ein enormes Schutzschild verfügen, was sie für Spionage- und Überwachungsaktivitäten nicht einblickbar macht.

Genau diesen Status nutzte das Unternehmen aus, forderte von seinen kriminellen Spammer-Kunden teilweise das 10-fache von normalen Serverpreisen und verdiente so an den versendeten Junk-Mails ordentlich mit.

Doch durch umfangreiche Untersuchungen und Analysen der Sicherheitsprofis von SecureWorks und the spamhaus project, gelang es am Montag letzter Woche den Providern von McColo, Hurricane Electric sowie Global Crossing, komplexes Beweismaterial vorzulegen.
Daraufhin sperrten beide Provider unmittelbar sämtliche Konnektivität von McColo, sodass dessen Server keine Verbindung mehr zum Internet herstellen konnten.

Letzte Schätzungen ergaben, dass die Kunden von McColo an rund 75% der internationalen Spammails schuld sind.

Wie Heise und spamhaus project diese Woche berichten, ist seit der Lahmlegung der McColo-Server nur noch ein Aufkommen von halb so vielen Spammails zu verzeichnen.

Zu befürchten ist jedoch, dass diese Ruhe nicht lange anhalten wird und sich bald eine neue Basis für die kriminellen Spammer ergibt.