Wird ein Betriebssystem auf dem Computer bald überflüssig?

Aktuelle Studien beweisen, dass immer mehr Nutzer einen Großteil ihrer Arbeiten und Aufgaben im Internet über ihren Browser erledigen. Ein Grund dafür mag die Unabhängigkeit sein, die diese Services, wie etwa Email Postfächer von MSN und Yahoo oder gar die Online Büroanwendung Texte und Tabellen von Google bietet. Egal, wo man gerade ist, man kann sich immer in seinen Account einloggen. Voraussetzung hierfür ist natürlich ein Computer mit Internetanschluss.

Viele Unternehmen und Firmen gehen dazu über Ihre Webseite über ein CMS (Content Management System) zu pflegen, und nicht nur das, auch die Zeiterfassung, Datenbanken, verschiedene Abrechnungsprogramme, wie etwa die Buchhaltung etc. passieren bereits online, sodass neben den Mitarbeitern im Hause auch externe Angestellte darauf jederzeit Zugriff haben.
Ein weiterer Vorteil hiervon ist auch im Hinblick der Aktualität zu erkennen: Die Datenbanken eines Unternehmens mit verschiedenen Geschäftsstellen müssen nicht mehr über Nacht synchronisiert werden, sondern sind gleich nach der Eingabe auf dem aktuellsten Stand.

Viele Browser sind im Jahre 2009 schon mit wichtigen Zusatztools, wie etwas RSS-Readern, Email Suite oder Datei Uploadern ausgestattet. Des Weiteren gibt es vor allem für den beliebten Mozilla Browser Firefox unzählige Erweiterungen und Plugins, um dessen Funktionalität zu verbessern und seine Bedienung zu erweitern.

Was will man mehr?! Wird in ferner Zukunft ein Betriebssystem auf dem Computer überflüssig werden? Natürlich muss immer ein OS installiert sein, um sich erstens überhaupt ins Internet einwählen zu können und um einen Browser zu starten. Doch durch die wachsende Anzahl von online Services, egal ob diese nun frei für jeden Internet User nutzbar sind oder speziell für Unternehmensgruppen entwickelt und zugänglich gemacht wurden, wird die Nutzung des eigentlichen Betriebssystems und die darauf vorhandenen Anwendungen immer uninteressanter.

Bereits Mitte der 90er Jahre entdeckte Bill Gates das Potenzial des Internets als der Browser Netscape entwickelt und erstmals veröffentlicht wurde. Aus Angst, dass die Netscape Entwickler ihm zuvor kommen könnten und die weit reichende Nutzung des Internets verstanden und damit sein OS (Operating System) Windows förmlich überflüssig zumachen, setzte er alles daran, dass sein Internet Explorer den von Netscape um Längen übertraf und die Netscape Entwickler somit das Nachsehen hatten.
Diese Maßnahme verschafften ihm letztendlich knappe 12 Jahre Vorsprung.

Vielen Usern ist es heutzutage fast schon egal, welches Betriebssystem auf Ihrem Computer oder Laptop läuft, Hauptsache sie haben Zugriff aufs Internet. Windows Vista z.B. wird von vielen Käufern nur genutzt, weil es auf ihrem neuen Rechner bereits vorinstalliert war.

Wie wird es in weiteren 12 Jahren aussehen? Werden die Browser so weit wachsen, dass Betriebssysteme wie Linux, Macintosh und Windows irgendwann von einem simplen OS ersetzt werden können, welches den Zugriff aufs Internet ermöglicht und alles weitere über den Internetbrowser gesteuert und erledigt werden kann?

Wir werden sehen.

Möchten Sie Ihren Firefox Browser mit nützlichen Erweiterungen versorgen, werfen Sie einen Blick auf www.erweiterungen.de, wo Sie allerhand Plugins oder Addons für Firefox, Thunderbird (Email), Flock (Browser) oder die Mozilla Suite SeaMonkey finden.