W3C Fehler von vornherein vermeiden

Webseiten programmieren, erstellen und designen

Der W3C Validator scannt den Quellcode eurer Webseite auf Fehler und zeigt euch zum Beispiel an, wenn ihr irgendwo vergessen habt, einen Tag zu schließen. Gescannt werden alle Dateien, die in HTML, XHTML, SMIL oder auch MathML geschrieben sind. Weitere Formate, wie CSS, oder ob eure Homepage auch auf mobilen Endgeräten fehlerfrei dargestellt wird, könnt ihr mit diesen Tools checken.

Jedoch gibt es unterschiedliche Meinungen, ob eine valide Webseite überhaupt Vorteile bringt, oder man sich die Arbeit sparen kann. Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Allgemein begünstigt ein (fast) fehlerfreier Code jedoch die Wertung eurer Webseite durch Google. Je weniger Fehler gefunden werden, umso attraktiver wird eure Webseite für die Suchmaschine!

Für Leute, die einfach nur bloggen oder eine private Webseite füllen wollen, ist eine valide Webseite wahrscheinlich weniger wichtig, als für Unternehmen oder Selbständige, die Kunden anlocken oder ihre Produkte verkaufen wollen.

Fehler in Themes und Plugins

Was uns in der Vergangenheit öfters aufgefallen ist, ist, dass viele Themes und Templates für WordPress oder Joomla schon von Haus aus etliche Fehler mit sich bringen und somit nicht valide sind. Das ist vor allem bei kostenpflichtigen Templates ärgerlich. Will man trotzdem alle Fehler aus dem Theme entfernen, kann man nicht sicher sein, ob später noch alles so funktioniert und aussieht, wie es die Originalversion versprach.

Gibt es online eine Demo-Version vom gewünschten Theme, kann man den Link dazu in den W3C Validator kopieren, und sich so einen ersten Eindruck verschaffen. Strotzt das Layout nur so vor HTML und CSS Fehlern, sollte man vielleicht besser die Finger davon lassen. Alternativ kann man nach einem ähnlich aufgebauten Template suchen, welches weniger oder gar keine Fehler aufweist.

Wer aber schon Geld für ein Theme ausgegeben hat, das trotzdem recht viele Fehler aufweist, sollte beim Support auf Nachbesserung bestehen.

Ein weiteres Kriterium sind Plugins: Auch Plugins können Fehler verursachen, sogar, wenn sie eigentlich bei der Suchmaschinenoptimierung helfen sollen. Hierzu zählt unter anderem auch das beliebte WordPress SEO Plugin von Yoast. Dieses Tool soll WordPress Usern bei der OnPage-Optimierung ihres Blogs behilflich sein.

Im Backend kann mit dem SEO-Plugin beispielsweise die Keyword-Dichte und Textlänge geprüft werden. Auch die Eingabe der Meta-Daten wird berücksichtigt.

Um zu funktionieren, muss auch das Plugin erst einmal programmiert werden. Und so kommt es, dass der Code Fragmente aufweist, die außer im Plugin nirgends auf der Webseite oder im Template zu finden sind. Diese erkennt der W3C Validator wiederum als nicht konform an oder bemängelt, dass es diese Befehle, Klassen oder IDs in HTML, CSS etc. nicht gibt.

Des Weiteren können Plugins, die mit dem Open Graph Protocol arbeiten, solche Fehler erzeugen. Das Protocol ist hauptsächlich in Plugins vorhanden, die es ermöglichen, den Inhalt eures Blogs auf Twitter, Facebook oder Google+ zu teilen. Obwohl es og (kurz für Open Graph) nicht erst seit gestern gibt, wurden die Befehle bislang nicht in den W3C Standard übernommen. Warum auch immer.

Wer also großen Wert auf eine fehlerfrei, valide Webseite legt, ist wahrscheinlich besser bedient, wenn er die bordeigenen Möglichkeiten von WordPress nutzt. Für Meta-Description, Title und Keywords können benutzerdefinierte Felder angelegt und ausgefüllt werden. Oder man nutzt gleich das All in One SEO Pack!

Artikel lassen sich auch schnell, einfach und sogar zeitgesteuert per Browser-Plugin (wie Buffer) teilen.

Das ist zwar nicht ganz so komfortabel, aber erzeugt viel weniger Fehler 🙂