Datenkrake Facebook: Umfangreichere Datensammlung als Google!

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Dass Facebook Nutzerdaten sammelt und auswertet, dürfte bekannt sein. Anhand des Nutzerverhaltens, aber auch Angaben im eigenen Profil, versorgt das soziale Netzwerk seine User mit passenden Werbeeinblendungen. Das kennt man bereits vom Suchmaschinen-Riesen Google.

Viele Unternehmer sind auf den Zug aufgesprungen und nutzen Facebook für Werbemaßnahmen, buchen dort Anzeigen oder verlinken auf ihre Webseiten und Onlineshops. Umgekehrt können per Plugin Like- und Share-Buttons dort eingebunden werden, die wiederum auf Facebook weiterleiten.

Doch mittlerweile finden immer weniger Geschäftsleute Gefallen an dieser Marketing-Möglichkeit.

Anders als bei der Suchmaschine Google, bleibt der Besucher, der über Facebook zu einer beworbenen Website oder einem empfohlenen Onlineshop weitergeleitet wird, nicht anonym. Während Google maximal die IP-Adresse und Standort auswerten kann und das Surfverhalten analysiert, liefert Facebook gleich ein ganzes Profil mit bürgerlichem Vor- und Zunamen sowie dort angegebenen Kontaktdaten, Geburtsdatum und Interessen. Wird Facebook als Handy-App genutzt, werden des Weiteren noch der Gerätetyp und dessen Indentifikationsnummer ausgelesen. Für Marketingzwecke sind dies natürlich sehr interessante Daten.

Viele der Unternehmer, die ursprünglich auf das Online Marketing via Facebook gesetzt hatten, befürchten nun, dass den Usern auch personalisierte Werbeeinblendungen von Konkurrenzfirmen gezeigt wird. Besucht der Facebook-User einen Onlineshop für Outdoor-Bekleidung, dessen Werbung ihn von Facebook auf die Betreiber-Webseite weiterleitet, werden ihm anschließend auf Facebook ähnliche Shops vorgeschlagen.

Wer also Werbung im sozialen Netzwerk schaltet, kann also nicht unbedingt damit rechnen, selbst mehr Kunden zu bekommen. Lohnen sich dann überhaupt noch Aufwand und Ausgaben für Werbeeinblendungen via Facebook?

Ein weiteres Problem ist, dass niemand genau weiß, wie die gesammelten Nutzerdaten von Facebook selbst behandelt und verarbeitet werden.

Währenddessen wird Webseiten-Betreibern empfohlen, Google Analytics mit der datenschutzkonformen IP-Anonymisierung zu nutzen. Durch diese Maßnahme wird in Analytics niemals die original IP-Adresse der Besucher angezeigt oder gespeichert. Somit ist der Besucher auf der sicheren Seite und auch der Webseiten-Betreiber ist vor einer Abmahnung durch einen Anwalt geschützt.

Schätzungsweise wird eine Anonymisierungsfunktion bald auch von Facebook gefordert werden.

Wer sich bis dahin selbst vor dieser und anderen Datenkraken schützen will, kann sich ein Browser-Addon, wie beispielsweise Ghostery, installieren. Ghostery warnt automatisch, wenn die besuchte Webseite ein Tracking-Programm nutzt und fragt den User, ob er seine persönlichen Daten freigeben oder anonym weiter surfen möchte.

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